Vor Jahren ist bei einer mißglückten Entführung die Frau des wohlhabenden Maklers Michael Courtland von den Kidnappern umgebracht worden. In Florenz lernt er die attraktive Sandra kennen, die seiner Ex-Frau verblüffend ähnlich sieht. Als Sandra ebenfalls entführt wird, scheint sich das Schicksal Courtlands zu wiederholen. Oder ist seine erste Frau vielleicht doch nicht tot? Soll er eventuell das Opfer eines teuflischen Plans werden?
Fragen über Fragen türmen sich vor jenen Zuschauern auf, die diesem technisch perfekten Thriller beiwohnen, der in bester Hitchcock-Manier von dessem selbsternannten Nachfolger Brian de Palma inszeniert wurde. Die Parallelen zu „Vertigo“ sind dann auch unübersehbar, selbst wenn hier ein ödipal verklärtes Drama mit im Hintergrund steht. Die Musik von Bernard Herrmann ist wie bei Hitchcocks Vorbild stilsicher und stimmungsbeeinflussend. Inhaltlich ist der Film ein gewolltes Verwirrspiel mit den Zuschauern, die ebenso wie der Hauptdarsteller zwischen Realität, Vergangenheit und Phantastik pendeln. Thriller-erfahrene Kinogänger werden ihre helle Freude an diesem unblutigen Spiel haben. Alternativtitel: „Obsession“ und „Der schwarze Engel“. Im TV letterboxed. Mit Cliff Robertson, Geneviäve Bujold, John Lithgow, Wanda Blackman u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin