Ein grauenvoller Doppelmord ist geschehen, und nur der neunjährige Tim könnte den Mörder identifizieren. Doch Tim ist autistisch veranlagt und spricht daher kaum. Der ehemalige Kinderpsychologe Jake Rainer soll den Fall übernehmen, denn ansonsten würde Tim in die geschlossene Anstalt des Dr. Harlinger kommen. Rainer nähert sich in seinen Sitzungen immer mehr dem Wissen von Tim und somit auch einem schrecklichen Familiengeheimnis…
Wäre da nicht das etwas zu dick aufgetragene Ende, welches unverfroren mit einigen Tabus kokettiert, hätte aus „Stummer Schrei“ ein wirklich guter Psychothriller werden können. So aber wird das Ganze als fadenscheinige Spannungsmache mit spekulativem Schlußschock entlarvt. Bruce Beresfords Regie ist allerdings wirklich gut, denn seine Bilder sind wohlfeil und streckenweise sogar suggestiv. „Stummer Schrei“ ist auf jeden Fall für denjenigen ein heißer Tip, der schon immer mal sehen wollte, wie ein Psychiater aufs Glatteis geführt wird (dies ist ein Wortwitz– also los, den Film anschauen!). Auf Video letterboxed (1,85:1). Mit Richard Dreyfuss, Linda Hamilton, John Lithgow, J. T. Walsh u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin