Der erfolgreiche Gerichtspsychologe Isaac Barr verliebt sich Hals über Kopf in Heather, die Schwester einer seiner Patientinnen. Heather leidet unter einer seltenen Krankheit, die es ihr nicht erlaubt, selbst die geringste Menge Alkohol zu sich zu nehmen. Als Heather –scheinbar im Affekt– ihren fiesen Ehemann umbringt, attestiert ihr Isaac eine vorübergehende Unzurechnungsfähigkeit. Dadurch rettet er sie vor einer Verurteilung wegen Mordes. Doch danach muß Isaac erkennen, daß er das Opfer eines teuflisches Plans geworden ist, der jetzt erst so richtig zu laufen beginnt…
„Eiskalte Leidenschaft“ ist ein aalglatter, hochpolierter Psychothriller, der das moderne Hollywood-Kino der Effekte mit dem klassischen Spannungsmoment à la Alfred Hitchcock verknüpft. Phil Joanou, der bereits durch den splatterigen Gangsterfilm „Im Vorhof zur Hölle“ auffiel, geht offensichtlich ganz in seiner Arbeit auf, denn „Eiskalte Leidenschaft“ ist das Ergebnis einer regelrechten Klausurtagung: Das Drehbuch ist bis aufs Kleinste ausgefeilt, die Rollen sind treffend (vor allem aber kassenträchtig) besetzt, und das Zusammenspiel von Musik, Schnitt und Kamera könnte aus dem Lehrbuch stammen. Die Handlung plätschert in den ersten fünfzig Minuten so la la vor sich hin, nur, um sich bis zum Schluß mehrfach zu wenden und temporeich zu steigern. Ein Aufbau also, der dem klassischen Erzählkino alter Traditionen Tribut zollt. Auf Videofassung letterboxed (1,76:1). Mit Kim Basinger, Richard Gere, Uma Thurman, Eric Roberts u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin