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Die vier Daltons könnten sehr schnell an sehr viel Geld kommen, wenn sie das Erbe ihres Onkels Henry erhalten würden. Doch dafür müssen sie zunächst seinen letzten Willen erfüllen und sämtliche Geschworenen sowie den Richter töten, die ihn an den Galgen brachten. Lucky Luke soll dies bezeugen und folgt den Brüdern daher von Opfer zu Opfer, hat aber bereits einen Plan in der Hinterhand, um die Geschworenen zu retten und die Daltons aufs Kreuz zu legen.

Nach "Daisy Town" ist dies der zweite längere Trickfilm über den coolen Cowboy Lucky Luke, sein kluges Pferd Jolly Jumper und die vier Dalton-Brüder, die immer wieder aufs Neue am gewitzten Cowboy scheitern. Und auch wenn der Film den Kennern des Vorgängers und vor allem der Comics wenig Neues zu bieten hat, ist er doch unterm Strich sehr unterhaltsam ausgefallen und besser als der direkte Vorgänger.

Der Trickfilm lebt vor allem von seiner Grundstruktur, nach der Luke und die Daltons von einem potentiellen Opfer zum nächsten reiten. So bietet sich den Machern die Gelegenheit, durch die skurrilen, kauzigen Nebenfiguren, die immer wieder neu eingebracht werden, einige Lacher zu erzeugen, ohne, dass sich allzu schnell eine gewisse Monotonie oder nervige Längen einschleichen. Vom depressiven Gefängnisdirektor, über einen indianischen Medizinmann bis hin zu einem dem Glücksspiel verfallenen Prediger, sind viele lustige Ideen und Figuren dabei, wobei auch der dümmliche Gefängnishund Rantanplan den einen oder anderen Gag beisteuert, genauso, wie die Daltons selbst.

Mehr als unterhaltsam und solide ist das Ganze dann aber auch nicht, weil das Ende recht absehbar ist und die wirklich ausgezeichneten Ideen eben doch fehlen. Zudem ist die Inszenierung zeichnerisch nicht sonderlich gut und die andauernden Gesangseinlagen nerven auf Dauer dann doch. Wirklich störend ist dies alles aber nicht, weil "Lucky Luke - Sein größter Trick" ausgesprochen schnell und glatt erzählt ist, aber eben auch so schnell und glatt, dass er zügig gesehen und genauso zügig wieder vergessen ist.

Fazit:
"Lucky Luke - Sein größter Trick" ist durchaus unterhaltsam und sehenswert, weil er zügig erzählt ist und keine Längen hat, aber wirklich überdurchschnittlich ist er keinesfalls.

62% 

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