Franks Bewertung

starstarstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Marineoffizier John Ingram und seine Frau Rae machen Urlaub auf ihrer Hochseeyacht, um den tragischen Unfall ihrer Tochter zu vergessen. Auf der Weite des Meeres entdecken sie ein treibendes Wrack. Hughie Warriner, der einzige Überlebende auf dem schiffbrüchigen Boot, „entert“ die Yacht, stößt den völlig verduzten John über Bord und beginnt, mit der Frau ein infames Katz-und-Maus-Spiel zu treiben. Während Rae sich ihrer Haut erwähren muß, überlegt John auf dem langsam sinkenden Wrack, wie er seiner Frau helfen kann…

Einer der effektivsten Erneuerer des Psychothrillers. In bester Hitchcock-Manier wird auf engstem Raum ein kammerspielartiger Grundplot entfaltet, der sich mit zunehmender Laufzeit als äußerst spannend und fintenreich entpuppt. Hier zeigt sich, daß es nicht immer wechselnder, mondäner Sets oder der Überstrapazierung von Nacht und Nebel bedarf, um einen handfesten Thriller zu fertigen. Zudem kann der Film durch seine perfekte, bis ins kleinste Detail stimmige Farbfotografie überzeugen. Hübsch gestylt, hat es Regisseur Noyce, dem eine stilistische Virtuosität nicht abzusprechen ist, dabei verstanden, auch etwas ungewöhnliche Kamerawinkel einzusetzen, um so das Interesse des Zuschauers auf bestimmte Dinge (im Hintergrund etc.) zu lenken. Schade nur, daß sich im actionreicheren und brutalen (leider cut!) Schlußteil mehr die Handschrift des Produzenten durchgesetzt hat. Dieser ist nämlich kein Geringerer als „Mad Max“-Erfinder George Miller. Trotzdem verbleibt beim Betrachter das Bild eines homogenen, inhaltlich logisch aufgebauten Thrillers, der den Spannungsbogen durch das artifizielle Spiel der Protagonisten bis zum Zerreißen dehnt. Auf Video Pan-Scan, im TV letterboxed (1,9:1). Mit Sam Neill, Nicole Kidman und Billy Zane

© Selbstverlag Frank Trebbin

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