Dr. Sam Foster, ein junger Psychologe, übernimmt von einer erkrankten Kollegin einen Patienten namens Henry Latham. Dieser redet mächtig wirres Zeug, ist aber beispielsweise auch in der Lage, Vorhersagen zu tätigen. Eines Tages kündigt Henry seinen Selbstmord an: der scheint so sicher wie das Amen in der Kirche am nächsten Samstag um Mitternacht zu sein. Dr. Foster setzt alles daran, Henry zu retten, was allerdings nicht so einfach ist, denn plötzlich geschehen unheimliche Dinge...
Dieser mit Anleihen von „The Sixth Sense“ gespickte Psychothriller ist schon ein recht merkwürdiges Dingelchen: über weite Strecken unterhält Marc Forster nämlich – auf seine ganz eigene Weise sogar recht spannend – durch ein visuelles Verwirrspiel, welches sich zudem auf David-Lynch-Territorium bewegt, nur, um zum Schluß mächtig profan und enttäuschend daherzukommen. Da hapert es doch an der Balance des Inhalts. Die mitunter raffiniert eingefädelten Schockbilder passen nicht zur Auflösung des Ganzen und verlieren so an Wirkung. Eins ist jedoch sicher: „Stay“ ist technisch versiert gemacht, bis auf besagten Schluß gegen übliche Sehmuster gebürstet und auf jeden Fall kein Zeitverschwender. In einer Nebenrolle darf man sich über den Auftritt von Bob Hoskins freuen. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Des weiteren mit Ewan McGregor, Naomi Watts, Ryan Gosling, Janeane Garofalo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin