Der sechsjährige Joey wird von den Mitgliedern einer geheimnisvollen Sekte, der „Kirche der Dunkelheit“, verfolgt, weil diese in ihm den Teufel höchstpersönlich sehen. Christine Scavello, Joeys Mutter, wendet sich an den Privatdetektiv Charlie Harrison, der mit seinen Männern den Jungen bewachen soll. Doch schon in der ersten Nacht werden Joeys Bewacher brutal umgebracht. Eine Hetzjagd quer durch die USA beginnt, an deren Ende Charlie eine böse Überraschung erleben muß.
Der alptraumhafte Thriller um einen Haufen fanatischer Sektierer, die den kleinen Joey jagen, ist von Jeffrey Obrow (diesmal ohne Stephen Carpenter als Co-Regisseur, der hier nur das Drehbuch mitgeschrieben hat) mit einem schlafwandlerischen Gespür für Spannung und mit viel Sinn für das Genre in Szene gesetzt worden. Die Handlung basiert zwar auf einer nicht allzu neuen Idee (Damien läßt grüßen), ist aber aufgrund des hohen Actiongehalts durchaus als frisch anzusehen. Bedingt durch diese Elemente entwickelt sich der Horror nur sehr langsam, was dazu führt, daß man ihn zwar unterschwellig spürt, aber kaum offenkundig bemerkt. So hat man bis zum nervenaufreibenden Ende eigentlich das verdrängt, um was es geht: Ist Joey nun der Teufel oder nicht? Die Antwort darauf sollte sich jeder interessierte Fan selbst ansehen. Alternativtitel: „Dean R. Koontz’ Twilight“. Mit Bruce Greenwood, Belinda Bauer, Grace Zabriskie, Richard Bradford u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin