Die beiden Schlangengeister Green und White sind in die Körper zweier schöner Frauen geschlüpft und entdecken auf diese Weise die Welt der Menschen. White verliebt sich dabei in den Dorflehrer Hsui Xien, der nichts von der wahren Identität der Frau ahnt. Auch als Green aus Eifersucht ihre Freundin verrät, hält Hsui Xien zu seiner Liebe. Da taucht der Mönch Fa Hai auf, der schon lange hinter den Schlangengeistern her ist. In seiner blinden Wut erkennt er nicht, daß White durch ihre Liebe schon menschlich geworden ist. Das Schicksal nimmt seinen Lauf…
Mit „Green Snake“ ist Tsui Hark noch einmal die Rückkehr zu einer poetischen Fantasygeschichte gelungen, die ganz von der traditionsreichen Märchenwelt der chinesischen Mythologie bestimmt ist. Kein Wunder, denn der Stoff gehört zu den populärsten Sagen in China. Die bonbonfarbene Bilderpracht von „Green Snake“ steht im krassen Gegensatz zu der melodramatischen Handlung, die zum Ende gar in tränenreicher Tragik aufgeht. Getragen wird Tsui Harks Film von den beiden Hauptdarstellerinnen, die ihre Schönheit ganz bewußt zu Markte tragen. Für den Freund gepflegter Horrorunterhaltung gibt es in „Green Snake“ allerdings wenig, denn dafür ist man zu sehr Fantasyorientiert. Das OF-Tape ist letterboxed (1,76:1), aber nur winzig untertitelt (Brille aufsetzen!). Mit Maggie Cheung, Joey Wang u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin