Franks Bewertung

starstarstar / 9

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

1971 gedreht, 1974 erst veröffentlicht. So grausam und brutal wurde Herschell Gordon Lewis’ letzter Spielfilm eingestuft. Dabei ist die Story von „The Gore Gore Girls“ in drei Sätzen erzählt: Eine Reihe von Striptease-Tänzerinnen wird grausam ermordet. Ein Privatdetektiv und eine Journalistin versuchen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Die Lösung des Falles ist verblüffend.

Mehr über das dürftige Handlungsgerippe gibt es nicht zu verlautbaren, denn „The Gore Gore Girls“ ist wirklich der makabre und ultrabrutale Höhepunkt der blutigen Gore-Filme von Herschell Gordon Lewis. Hervorzuheben ist die geradezu pathologische Sachlichkeit, mit der die starre Kamera die bestialischen Morde filmt (vgl. hierzu auch Lewis’ „Blood Feast“) und die „The Gore Gore Girls“ schnell in Verbindung mit SS-Camp-Filmen à la „Ilsa–She-Wolf of the SS“ bringt. Die fehlende moralische Bewertung des Geschehens steht im Widerspruch zu den offensichtlich ironisch angelegten Slapstickmomenten, wie die Erstürmung des Striplokals durch die Mitglieder der „Womens Lib“. Das halbseidene Milieu wird plakativ von Kenner Lewis wiedergegeben, so daß in Verbindung mit den graphischen Morden ein insgesamt recht geschmackloser und schlüpfriger Film dabei herauskommt. Ein echter Trash-Klassiker. Mit Frank Kress, Amy Farrell, Hedda Lubin, Russ Badger, Nora Alexis u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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