Nachdem ihre älteste Tochter bei einem Autounfall ums Leben kam, ziehen die Hogans zur Großmutter aufs Land. Die zwölfjährige Mary erhält dann des Nachts Besuch vom Geist ihrer toten Schwester, die sie versucht, zur Rache an denjenigen anzustiften, die ihren Tod verursacht haben. Die Sache funktioniert auch, denn nach und nach wird fast die gesamte Familie durch merkwürdige Unfälle und dergleichen ausgelöscht…
Obwohl man zu Beginn der Handlung das Gefühl hat, daß Richard Lang nur ein weiteres „Poltergeist“-Derivat vor Augen hatte, muß man doch sagen, daß er noch rechtzeitig die Kurve bekommen und seinen „Wiegenlied des Grauens“ zu einem erstaunlich finsteren Fernseh-Horrorfilm gemacht hat, der sich im mörderischen Schlußdrittel eher an Richard Donners „Das Omen“ orientiert. Die nicht immer ganz taufrische Geschichte ist effektvoll in Szene gesetzt worden, so daß man bis zum bitteren Ende recht gut unterhalten wird. Die für TV-Standards annehmbaren schauspielerischen Leistungen (z.B. Ruth Gordon als kauzige Grandma) heben „Wiegenlied des Grauens“ in das große Meer der solide gemachten Genrevertreter. Mit Dennis Weaver, Valerie Harper, Robin Ignicio, Kristin Cumming u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin