Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Um den von ihm geforderten Filmstoff um einen Serienkiller so richtig zu Papier zu bringen, zieht sich Drehbuchautor Stanley Caldwell in die Einsamkeit einer Hütte am Rande eines Sees zurück. Leider kniet er sich aber so ernsthaft in sein Sujet, daß er bald selbst anfängt, Morde an jungen Frauen zu begehen. Um deren Leichen los zu werden, greift er gar zum Taucheranzug, nur um eine Art Friedhof im See anzulegen. Da naht Freundin Mallory, die noch nichts von dem düsteren Geheihmnis ahnt…

Obwohl „Stumme Schreie im See“ vom Inhalt her nicht gerade originell ist, schafft es der Film dennoch, eine Atmosphäre zu kreieren, die man aus solchen B-Movies – die irgendwie immer nach einem besseren TV-Film aussehen (Is’ ja ooch eener!) – selten kennt. Da gibt es nämlich kaum strahlende Tag-Aufnahmen sondern viel dunkle Interieurs und Szenen bei Nacht. Auch die an Schizophrenie grenzende Darstellung des Drehbuch-Maniacs ist mal etwas anders angelegt als nur die ewig notgeilen Schlitzer, die irgendwann einmal von den Frauen enttäuscht wurden. Zwar gibt sich das Ende dann ganz nach den Regeln der üblichen Hollywood-Kost, doch immerhin hat es Leong Po-Chih verstanden, „Stumme Schreie im See“ seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Im TV letterboxed (1,78:1). Mit Judd Nelson, Hedy Burress, Michael Wetherly, Susan Gibney u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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