Beatriz, eine junge Psychologin, ist Spezialistin für Hypnose. Und in dieser Eigenschaft erhält sie die Möglichkeit, in der renommierten Psychiatrie des bekannten Arztes Blanch an dem Fall eines traumatisierten Mädchens zu arbeiten. Nach anfänglichen Erfolgen nimmt sich jedoch das Mädchen das Leben und Beatriz erhält von einem anderen Patienten den Hinweis, dass dies ein Mord gewesen sein soll...
Sanatorien oder – altmodisch ausgedrückt – Irrenhäuser haben schon immer einen guten Ort für einen zünftigen Horrorfilm oder Psychothriller abgegeben. Und an dieser Regel ändert sich auch mit dem spanischen „Hypnos – Traum oder Realität?“ nichts. Die Szenerie ist mitunter beklemmend, auf jeden Fall aber trotz eines modernen Ambiente ziemlich düster, so dass der Zuschauer schnell Parallelen zu weitaus bekannteren Mitbewerbern in dieser Kategorie von Spannungsunterhaltung suchen und erkennen kann. Auch die verschachtelte Handlung, die irgendwann die Grenze zwischen Traum und Realität – wie im deutschen Titel angekündigt – verschwimmen lässt, kennt der geneigte Genrefan bereits. Dennoch ist man gerne bereit, dieser trotzdem bis zum „überraschenden“ Ende zu folgen, denn die Schauspieler wirken frisch genug, um die ausgetretenen Pfade begehbarer erscheinen zu lassen. Fazit: Regisseur David Carreras Solè hat mit seinem Spielfilmerstling „Hypnos – Traum oder Realität?“ eindrucksvoll bewiesen, dass ein guter Cast und eine eigene Handschrift so manches inhaltliche Déja-vu-Gefühl verblassen lässt. Auf BD 2,35:1. Mit Cristina Brondo, Demián Bichir, Julián Villagran, Fódor Atkin u.a.
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