Franks Bewertung

starstarstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

China vor 3000 Jahren: Der Reichskämmerer Mong Tian Fong dient unter Kaiser Quin, der sich mit einer riesigen Grabkammer, die von Hunderten aus Ton hergestellten Kriegern bewacht wird, ein eigenes Denkmal errichtet hat. Als Mong sich in eine Jungfrau verliebt, die für ein kaiserliches Unsterblichkeitsritual vorgesehen ist, wird auch er zur Strafe in Ton gegossen. China um 1930: Der verbrecherische Schauspieler Bai Yun Fei nutzt einige Dreharbeiten auf dem Lande und sucht nach dem Grab des Kaisers Quin, um es auszurauben. Durch Zufall wird dabei Mong, der anstelle des Kaisers unsterblich wurde, aus seinem Ton-Körper befreit. In der Schauspielerin Lilly Chu glaubt Mong, seine Geliebte von damals wiederzuerkennen…

Ching Siu-Tung vereint in seinem „Der Krieger des Kaisers“ mehrere Genrerichtungen zu einem vergnüglichen Ganzen, und Abenteuerfeeling, Humor, Zeitreisemotive sowie Reinkarnation sind dabei die wichtigsten Zutaten. Abgeschmeckt ist diese Hongkong-Produktion wiederum mit dem gewissen Schuß an Melancholie und Romantik, der auch schon „A Chinese Ghost Story“ so gut abrundete. Wenn man jedoch beide Filme miteinander vergleicht, so muß man unumwunden feststellen, daß der Geisterfilm weitaus eleganter ist als diese Actionkomödie. Dafür geht es aber auch nicht so überdreht zu. Zum Ende allerdings, wenn die Ton-Krieger zum Leben erwachen und sich gegen die Grabräuber auflehnen, überschlägt sich die Handlung, und es kommt nicht nur „Reitende Leichen“-Stimmung auf, sondern man huldigt auch dem „Heroic Bloodshed“-Kino. Im TV letterboxed (1,77:1). Mit Zhang Yimou, Gong Li, Yu Yung Kang, Luk Suk Ming u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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