Kika ist eine junge, attraktive Kosmetikerin aus Madrid und weiß eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen: Vor Jahren machte sie die Bekanntschaft eines amerikanischen Schriftstellers, der sich im Nachhinein als Massenmörder an seiner eigenen Familie entpuppte. Zugleich kam Kika durch eine unfreiwillig gefilmte Vergewaltigung in die Reality-Show der überkandidelten Andrea.
Blickt man auf die bisherigen Werke von Pedro Almodóvar, dann dürfte wohl von vornherein klar sein, daß „Kika“ in kaum eine Genreschublade paßt und zudem noch schwer zu verdauen ist. Vordergründig betrachtet ist „Kika“ eine schrille Komödie, die bewußt ein paar Tabugrenzen berührt. Schon ein wenig mehr versteckt ist der Subplot um den Serienkiller. Diese Nebenhandlung wird aber über weite Strecken sträflich vernachlässigt, was dazu führt, daß „Kika“ nur als überzogenes Kunstprodukt mit satten Farben und einer opulenten Ausstattung (man achte auf die Filmplakate im Hintergrund einiger Szenen!) gesehen werden kann. Auf Video letterboxed (1,85:1). Mit Veronica Forque, Peter Coyote, Victoria Abril, Rossy de Palma u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin