Als Lernschwester Isabelle zweimal während des Krankenhausbetriebes bewußtlos vor den Füßen von Dr. Philipp zusammenbricht, nennt dieser sie nur noch „Bambi“ und umgarnt sie von nun an. Doch Isabelle ist der junge Arzt etwas unheimlich, denn allzu oft erwischt sie ihn am Medikamentenschrank oder bei Patientinnen im Zimmer, bei denen er nichts zu suchen hat. Als eine dieser jungen Frauen verschwindet und plötzlich auch bei den OPs einiges schief läuft, glaubt Isabelle, daß Dr. Philipp ein sinistres Spiel treibt...
Ob Gilles Marchand, Sohn eines Arztes, mit seinem Spielfilmdebüt einfach nur Papa ein bißchen ärgern wollte oder aber wirklich vorhatte, einen echten Psychothriller zu drehen, werden wir wohl nie erfahren. Daß „Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ aber schlichtweg langweilig und uninteressant ist, darf hier schon nach einigen Minuten festgestellt werden, wenn die Handlung wie auf einem Kaugummi kleben bleibt und sterile, kalte Bilder – übrigens passend zur antiseptischen Krankenhausatmosphäre und natürlich très chic – einfach alles ist, was man zu sehen bekommt. Kein Blut, keine Morde, nur rätselhaftes Getue, halbgare Dialoge und ein Finale, das irgendwie den Rest der Geschichte auf den Kopf stellt. Ein zweiter „Coma“ ist „Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ also nun wahrlich nicht. Alternativtitel: „Wer tötete Bambi?“. Im TV letterboxed (2,35:1). Mit Sophie Quinton, Laurent Lucas, Catherine Jacob, Yasmine Belmadi u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin