Im Auftrag einer großen Handelskette soll die junge Ryoko eine Bestandsaufnahme des Supermarktes der Familie Kitaura machen. Was sich wie eine Alltagsaufgabe anhört, entpuppt sich in Wirklichkeit als eine Art Alptraum, denn hinter der Fassade des beschaulichen Einkaufsladen regiert der blanke Horror: unheimliche Stimme aus dem Nichts, Kunden, die auf mysteriöse Weise verschwinden, und immer wieder Krähen, die Kamikaze-gleich gegen die Fenster fliegen…
Während das Cover eine Art „Die Vögel“-Derivat suggeriert, sind in Wirklichkeit jene Szenen, die von den Krähen handeln, die sich da blutige Schnäbel holen, an einer Hand abzuzählen. Doch wer J-Horror-Kenner ist, der wird sich durch die falsche Cover-Fährte nicht allzu sehr in die Irre führen lassen, denn immerhin bietet dieser Direct-to-Video-Streifen das übliche Maß an Geistern, Mädchen in Schuluniformen und einer Handlung, die ganz den Erzähltraditionen seit „Ring“ zwischen Lethargie und Hysterie hin und her pendelt. Das Ganze ist hübsch skurril, selten wirklich stringent vorgetragen und deshalb nur denjenigen unter uns zu empfehlen, die sich für diesen wahrlich ganz speziellen Horror aus Japan erwärmen können. Ich habe da meine Probleme. Auf DVD 16:9. Mit Kyôko Akiba, Yumeaki Hirayama, Etsuyo Mitani, Hiroko Satô u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin