Ein psychopathischer Mörder hält New York in Atem. Fünf Frauen hat er bereits getötet und am Tatort stets sein Zeichen hinterlassen: einen mit Lippenstift gemalten Kußmund auf der Stirn der Opfer. Detektiv Morris Blümel ermittelt in diesem Fall, verliebt sich in eine Zeugin und kann schließlich den Ladykiller, einen Theaterbesitzer mit Mutterkomplex, überführen.
Dank der hervorragenden darstellerischen Leistungen in beiden männlichen Hauptrollen gewinnt dieses Katz-und-Maus-Spiel zwischen Polizist und Mörder an dramaturgischer Tiefe, die der Film durch die etwas unmotivierte Regie Jack Smights sonst nicht erreicht hätte. Dieser geht den Stoff nämlich zu unbeteiligt an und verläßt sich –zu Recht– auf seine beiden Schauspieler-Kontrahenten. Als groteske Mischung aus Horror- und Kriminalfilm kann „Bizarre Morde“ auch heute noch gut unterhalten, auch wenn es inzwischen noch kaputtere Mörder-Typen gibt. Die Motivation des Täters ist mal wieder echt interessant, zumal die sexuellen Aspekte der Mutter-Sohn-Beziehung hierbei eine unterschwellige, aber wichtige Rolle spielen. Mit Rod Steiger, Lee Remick, George Segal, Eileen Heckart u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin