Kurz hinter der zweiten Biegung des Amazonas entdeckt man die Mumie eines Indianers, der laut DNA-Analyse über 300 Jahre alt geworden war. Die Firma „Gen-Tech“ wittert das Geschäft um einen möglichen Jungbrunnen und schickt ein Expeditionsteam auf die Suche nach den „Snake Man“, die das tolle Ich-werde-steinalt-Gen in sich tragen. Pech ist nur, daß da ein paar riesige Schlangen im Urwald lauern und über die Indianer wachen...
Schon bevor die Titel zu diesem Boaz-Davidson-und-Avi-Lerner-Schmarrn vorbei sind, wird man schon auf das gestoßen, was die Filmemacher für die Hauptattraktion ihres Z-Grade-Schinkens halten: auf CGI-Kreaturen, wie sie schlechter noch in keinem zweitklassigen Videospiel zu sehen waren! Und als ob dies nicht schon genug wäre, darf man sich dann noch im weiteren Verlauf dieser banalen, an alte Italo-Zeiten erinnernden (wo bleiben die Kannibalen?) Abenteuer- und Horrormischung über unnützes Füllmaterial und ultra-miese Special Effects ärgern. „Snake King“ (schöner deutscher Titel!) ist genau das geworden, was man erwarten kann, wenn Möchtegern-Filmer im mexikanischen Dschungel deutsche Gelder verballern und das Ganze durch rumänische Tricktechniker nachbearbeiten lassen: eine schöne Scheiße. Auf DVD 16:9. Mit Stephen Baldwin, Jayne Heitmeyer, Greg Evigan, Larry Day u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin