Vor 10 Jahren hat der Polizist Mickey McCardle den Serienkiller Mark hinter Gitter gebracht. Mark, der in die Songs einer Heavy-Metal-Band vernarrt ist, flieht aus dem Sicherheitstrakt der psychiatrischen Anstalt und beginnt einen blutigen Feldzug gegen die Mitglieder jener von ihm umjubelten Band, weil er sich von ihnen verkauft fühlt. Seine Opfer tötet er in einer Art rituellen Handlung, indem er sie mittels mittelalterlicher Waffen ins Jenseits befördert.
J. Christian Ingvordsen liefert mit „Zwang zum Töten“ einen Genrebeitrag ab, der geschickt diverse Sujets miteinander vermengt. So gibt es z.B. eine Cop-Rache-Geschichte, plakatives Töten nach Slasherart und das Porträt eines irren Serienkillers. Obwohl der Film bemüht ist, ein glaubhaftes Psychogramm von Mark zu zeichnen, ergeht er sich doch zu oft im Darstellen einer „typischen“ Heavy-Metal-Szene, wie sie sich von Jugendschützern und offensichtlich auch Drehbuchautoren vorgestellt wird. Filmisch ist „Zwang zum Töten“ gutes Mittelmaß, wobei das Ende mit dem mittelalterlichen Duell zu Fahrrad sogar schon persiflierende Züge annimmt. Die deutsche Fassung ist cut. Mit John Christian (= J. Christian Ingvordsen), John Weiner, Garland Hunter, Tony Kruk u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin