Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Die junge Julie schmeißt ihren Job als Lehrerin an einer großen dänischen Schule hin und wird Dorflehrerin auf einer Insel an der Südspitze Norwegens. Ihr Vorgänger hatte sich erhängt, weil er sich an zwei Schülerinnen, die daraufhin Selbstmord begingen, vergangen hat. Julie stößt in der kleinen Gemeinde auf eine Mauer des Schweigens und wird von den Inselbewohner ausgegrenzt. Nur Vikar Roald ist nett zu ihr. Da geschieht ein neuerliches Verbrechen, und Julie kommt dem schrecklichen Geheimnis der Insel bedrohlich nahe...

"Island of Darkness" mutet wie eine nordische Version von "The Wicker Man" an, die sich dazu noch einiger Versatzstücke aus Pete Walkers "Das Haus der Todsünden" bedient, um mächtig am Tabu zu kratzen: Priester als Mörder und Vergewaltiger sind halt auch nach 20 Jahren immer noch ein guter Stoff für heiße Filmminuten. Trygve Allister Diesen hat es dabei verstanden, die dumpfe Atmosphäre in dem Fischerdorf einzufangen und als Bedrohung gegenüber der weltoffenen Heldin darzustellen. Die oberflächliche Idylle bricht schnell auf und gibt den Blick auf eine eingeschworene Gemeinschaft frei, die keinesfalls nach althergebrachten biblischen Moralvorstellungen lebt. So besehen ist "Island of Darkness" schon fast ein moderner Klassiker, der schräg genug inszeniert ist, um sich von Hollywoods Teenager-in-Angst-Langweilern abzusetzen. Mit Sofie Grabol, Paul-Ottar Haga, Sina Langfeldt, John Sigurd Kristensen u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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