An der irischen Küste wird ein verletzter junger Mann an den Strand gespült, der sich an nichts mehr erinnern kann. Die schrullige Bildhauerin Sarah, die schon ab und an in ihrer Werkstatt mit ihrer toten Mutter parliert, findet den Verletzten, pflegt ihn gesund und macht ihm immer wieder vor, auf einer gottverlassenen Insel zu sein, auf der nur sie beide sind. Jegliche Versuche des Mannes, mehr über sich oder die Insel herauszufinden, unterbindet Sarah, die den Unbekannten bei sich behalten will, auf perfide Weise...
Dass Stephen Kings "Misery" hier irgendwie Pate stand, dürfte wohl unzweifelhaft sein, nicht wahr? Dass "Driftwood – Tödliches Treibgut" trotz dieser Richtungsvorgabe kaum mehr als nur ein dürftiger Möchtegern-Psychothriller geworden ist, hätte man wohl nicht geahnt. Der rauhe, spröde Charme der irischen Küstenlandschaft legt sich nämlich wie ein Hemmschuh über die Handlung und läßt die Spannung lediglich auf kleinster Flamme köcheln. Selbst die "Psycho"-Anleihen um Sarahs Mutter (Ist sie nun tot oder nicht?) sind beschämend uninspiriert. "Driftwood" ist und bleibt verrottetes Treibgut der Filmgeschichte. Im TV letterboxed (1,78:1). Mit James Spader, Anne Brochet, Barry McGovern, Anna Massey u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin