Franks Bewertung

star / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Irgendwo in Japan gibt es einen riesigen Müllberg namens „schwarzer Fuji“, an dessen Ausläufern Menschen leben und sterben. Und da man die Leichen achtlos im Müll vergräbt, ist es kein Wunder, daß bald schon Untote aus dem Unrat krabbeln. Als schließlich das ganze Land betroffen ist, verschanzen sich die Reichen hinter hohen Mauern und veranstalten Gladiatoren-Kämpfe mit den Zombies. Dies ist die Geschichte von Fujio und Mitsuo, zweier chaotischer Taugenichtse, die sich quer durch die Invasion der Zombies in Richtung solcher „Heimstatt“ schlagen.

Was sich im Kurzinhalt noch ganz ordentlich anhört, ist in Wirklichkeit ein durchgeknallter Bilderrreigen ohne richtigen roten Faden. Zwar hangelt man sich lose an den Vorbildern des George-A.-Romero-Oeuvres entlangt, doch ist das Ganze mit so vielen Motiven typisch japanischer Subkultur (Schulmädchen, verklemmter Sex, doofe Wrestling-Einlagen etc.) durchsetzt, daß es einem schwer fällt, hier an irgendetwas Gefallen zu finden. Und da zudem „Tokyo Zombie“ eine mit DV-Kamera hingeschlunzte Mini-Produktion war, empfindet man Sakichi Satôs Erstling durch und durch als Zumutung, denn das Genre wird ziemlich ins Lächerliche gezogen. Ach ja, ich hab’s ja noch nicht erwähnt: „Tokyo Zombie“ ist eine Komödie. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Mit Shô Aikawa, Tadanobu Asano, Erika Okuda, Arata Furuta u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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