Billy Peltzer bekommt von seinem Vater ein kuscheliges Pelztier, genannt Gizmo, geschenkt, welches aber unter keinen Umständen nach Mitternacht gefüttert werden und nie mit Wasser in Berührung kommen darf. Als diese Regeln einmal mißachtet werden, vermehrt sich Gizmo rasend schnell. Doch die anderen Kuscheltiere sind nicht so lieb wie das Original: Sie verwandeln sich bald in eine Bande bösartiger „Gremlins“, die die ganze Stadt terrorisieren werden.
Joe Dante, der sich bisher durch erfrischend witzige und treffsichere Genrefilme profiliert hat, inszeniert mit „Gremlins– Kleine Monster“ gerade wegen der witzigen Seitenhiebe auf den American Way of Life und das spießige Kleinbürgertum einen recht überzeugenden Horrorfilm, der mit teilweise sehr makabren Einfällen (z.B. der Tod im Rollstuhl) aufwartet. Die Tricks um die possierlichen Gremlins sind bestechend und tragen viel zum Gelingen dieses bislang besten Joe-Dante-Films bei. Für Fans des Genres bietet die Handlung ein schier endloses Suchspiel nach Inside-Jokes, die von Verweisen auf Regisseure wie Tobe Hooper und Steven Spielberg bishin zu Fußnoten zur US-Filmgeschichte (Frank Capras Werke etc.) reichen. Andere Filmemacher inspirierte das Monstermovie zu meistenteils recht schlecht gemachten, schnell produzierten Nachziehern (z.B. „Die Munchies“). Alles in allem ist „Gremlins– Kleine Monster“ perfekte Hollywood-Unterhaltung für fast die gesamte Familie. Auf Video letterboxed (1,5:1). Mit Zachary Galligan, Phoebe Cates, Hoyt Axton, Francis Lee McCann, Dick Miller u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin