Black Alice ist ein Rocksänger, der sich für den Frieden engagiert. Ihm kommt zu Ohren, daß ein Atom-U-Boot in den Hafen von Sydney einlaufen und es zu einer Katastrophe kommen wird. Plötzlich befindet sich Black Alice in der Zukunft, und die Welt ist zerstört. Er wird in ein unterirdisches Tunnelsystem geschickt, um den Heimatstrahl in die Vergangenheit zu finden. In den langen Gängen trifft er nicht nur auf Mitstreiter aus einer längst vergangenen Epoche, sondern auch auf ein Monster, mit dem nicht gut Kirschen essen ist…
Was einem mit „Sons of Steel“ geboten wird, ist wahrlich sehr schwer in rechte Worte zu kleiden. Der Werbespruch vom „psychodelischen Wahnsinnstrip quer durchs Gehirn“ trifft dieses Mal sogar zu, denn Gary L. Keady hat seine Science-Fiction-Geschichte ohne einen echten roten Faden versehen. Die „Handlung“ –soweit dieser Ausdruck hier überhaupt zutrifft– ist eine bunte Ansammlung von Anekdoten, Spielszenen und Musikclips. Zusammengehalten wird das Ganze durch die Figur von Black Alice, der sowohl Anti- als auch richtiger Held der Story ist. Das Ende, das gleich in zwei Versionen geliefert wird, atmet die Luft moderner Interaktivität, beweist allerdings nur, daß Keady zum Schluß endgültig die Ideen ausgegangen sind. Ergebnis: „Sons of Steel“ ist eine freakige, sehr schräge Variation von „The Rocky Horror Picture Show“– allerdings ohne jede Chance auf Kultstatus. Mit Rob Hartley, Roz Wason, Jeff Duff, Dasha Blahova u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin