Ryoji und Kazuhiko sind zwei Brüder, die mit ihrer Band namens Martial Law die Sau rauslassen, um ihrem tristen Highschool-Leben zu entkommen. Und so wundert es keinen, daß die Mädels schnell auf die beiden Brüder aufmerksam werden. Während Kazuhiko bald mit der niedlichen Naoko zusammen ist, wird Ryoji das Ziel der Verfolgung durch Asaji, einem ziemlich schrägen Mädchen, welches sich allerdings als mordender Sukkubus entpuppt. Doch auch Naoko ist nicht ohne: sie ist verflucht und um sie herum sterben Bekannte wie die Fliegen...
Der Blick auf den Regisseur läßt aufhorchen, denn immerhin hat Toshiharu Ikeda den fulminat blutigen „Evil Dead Trap“ inszeniert. Doch wer jetzt wieder ein Gore-Fest ohnengleichen erwartet, der wird von „Shadow of the Wraith“ doch eher enttäuscht. Herr Ikeda ist nämlich auf den „Ring“-Zug aufgesprungen und hat seinen Film bewußt in zwei inhaltliche Hälften geteilt – jeweils eine erzählt die Geschichte eines Bruders – und mit so vielen Stilmitteln des modernen japanischen Geisterfilms vollgestopft, daß einem der übliche „Sadako“-Auftritt wie ein alter Bekannter vorkommt. Mit den auffallend bunten Farb-Schematas versucht Ikeda zudem, eine Verbeugung vor Mario Bava anzudeuten. Am interessantesten ist jedoch die Besetzung mit zwei Geschwisterpaaren, die dem Film so etwas wie Authentizität einhauchen. Die Code-1-DVD ist 16:9. Mit Koji Matsuo, Yuichi Matsuo, Hitomi Miwa, Asumi Miwa u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin