„The magnificent Montag“ tritt auf einer Grand-Guignol-Bühne in Chicago auf. Der Zauberer beeindruckt sein Publikum durch grausige Tötungen von (natürlich weiblichen) Versuchspersonen. TV-Reporterin Sherry Carson und ihr Freund Jack, ebenfalls ein Journalist, wollen prüfen, was echt und was Illusion ist. Sie geraten in den Kreislauf der Imagination…
Die Rahmenhandlung ist in ihrer Verwischung von Illusion und Realität nicht ungeschickt, der Schluß eine echte Überraschung. Dazwischen findet sich 60er-Jahre-Splatter der härtesten Sorte, der nicht von ungefähr mit dem Grand-Guignol-Theater in Verbindung gebracht wird. Krude und bedenklich ist die mit starrer Kamera erreichte „Objektivität“ und „Wissenschaftlichkeit“ der Mordszenen, die an Lehrfilme der Pathologie denken läßt. Trotzdem bleibt „The Wizard of Gore“ nicht ganz undistanziert zum Gezeigten, sondern variiert das Vexierspiel Realität/Illusion mit einigen bizarren Szenerien. Joel M. Reed knüpft hier konsequent weiterführend in den Effekten mit seinem „Bloodsucking Freaks“ an. Eine Weiterentwicklung, die logischerweise beim Snuff-Movie enden muß. Mit Ray Sager, Judy Cler, Wayne Ratay, Phil Laurensen u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin