Franks Bewertung

starstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Animationsfilm. Vor zehn Jahren wurde das Zentrum Tokios durch ein alles vernichtendes Killer-Erdbeben zerstört. Seit dieser Katastrophe hat kaum ein Mensch mehr den zerstörten Stadtteil aufgesucht, denn er ist zum Hort für Dämonen geworden. Als jedoch Präsident Yuma dorthin entführt wird, wendet sich dessen Tochter an den jungen Schwertkämpfer Kyoya, um mit seiner Hilfe in den Ruinen des Zentrums nach ihrem Vater zu suchen. Bei ihrer Odyssee durch die „Monster City“ treffen sie auf ein paar neue Freunde, aber auch auf ebenso viele Widersacher, die keinesfalls menschlichen Ursprungs sind. Am Ende der Reise steht Kyoyo einem teuflischen Gegner gegenüber, der schon seinen Vater auf dem Gewissen hat…

Nach „Wicked City“ ist dies der zweite abendfüllende Animationsfilm, der auf einer Originalvorlage von Hideyuki Kikuchi basiert. In sehr phantasievollen, stellenweise verwirrend bedeutungsschwangeren Bildern wird eine Geschichte erzählt, die vom Thema her schon oft Grundlage für einen Manga-Comic war. Auf dieser Ebene gibt es also kaum etwas Überraschendes. Für die Freunde feingezeichneter Animation bietet „Monster City“ allerdings viel, denn der Federstrich bei diesem Zeichentrick ist besonders gut gelungen. Ähnlich wie in „Akira“ war man bemüht, Szenenabläufe und -montage wie beim Realfilm zu gestalten. Auch orientieren sich die perspektivischen Aufnahmen stark an der Realität und lassen „Monster City“ sehr gut aussehen. Für Splatterfans gibt es zudem genügend blutgetränkte Bilder, um dieses Pendant zu „Wicked City“ ebenfalls in den Horrorhimmel zu heben. Die UK-Fassung ist allerdings wieder mal geschnitten.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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