Aufgrund einer Umleitung gelangen im US-Bundesstaat Florida drei Pärchen mit ihren Wagen in das Städtchen Pleasant Valley, das sich gerade zur großen Gedenkfeier anläßlich seiner vor 100 Jahren während des Sezessionskrieges erfolgten Ausrottung durch die Yankees rüstet. Den sechs Reisenden soll hierbei eine besondere Rolle zukommen, denn sie sind Nordstaatler. Nach und nach werden sie zu Opfern der Südstaatler, die sich allesamt zum Schluß als Geister entpuppen. Nur Tom White und seine Verlobte Terry können entkommen.
Nach Meinung einiger Kommentatoren steckt hinter „2000 Maniacs“ wohl der beste Film von Herschell Gordon Lewis, der wirklich schon ein paar Heuler fabriziert hat. Der Zuschauer wird auf den ersten Blick mit einer Rache- und Geistergeschichte konfrontiert, die den Nord-Süd-Gegensatz der USA, wie er 1965 mit Sicherheit noch existierte, in das Zentrum des Geschehens rückt. Daß morbide Tötungsphantasien und ein paar recht derbe Gore-Effekte nicht fehlen, versteht sich dabei fast von selbst. Die schräge Atmosphäre der von typischen, ständig Blue-Grass-Music dudelnden Hillbillies bevölkerten Backwoods im Süden der USA wird zwar recht stimmungsvoll eingefangen, dient letztlich aber nur dazu, „2000 Maniacs“ eine Art Komödienstempel aufzudrücken, um die Wirkung der Splattereinlagen zu mindern. Dennoch kommt man nicht umhin, diesen zweiten Teil der Gore-Trilogie als gelungen zu apostrophieren. Mit Connie Mason, Thomas Wood, Jeffrey Allen, Ben Moore u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin