Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

07.04.2020
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Review

von Frank Trebbin

Auf einer Filmstudentenparty reißt ein junger Mann, der von allen nur „der Regisseur“ genannt wird, die hübsche Natalya auf und verbringt eine Nacht mit ihr. Am nächsten Morgen finden die beiden eine Videoaufnahme, auf denen offenbar beide zu sehen sind und die Ausschnitte aus einem Snuffmovie beinhalten. Fortan geschehen immer mehr merkwürdige Dinge, wenn die beiden zusammen sind, und schließlich verschwimmen für „Regisseur“ die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn und er greift, ganz wie in diesem Snuffmovie gezeigt, zum Messer…

Mit „Never Wake Up“ hält der geneigte Genrefan einen völlig durchgeknallten Horrorthriller in den Händen, der anfänglich auf den Vexierspiel-Spuren eines Brian de Palma wandelt und schlußendlich in einem unsortierten Geflecht an Szenen voller nackter Leiber, Sex und Gewalt endet. Das alles ist schwer zu verdauen, das alles hat aber durchaus Potential für einen kleinen Kultfilm. Kultfilm deshalb, weil „Never Wake Up“ durchaus Grenzen sprengt und übliche Sehgewohnheiten über Bord wirft. Klein deshalb, weil „Never Wake Up“ technisch betrachtet leider wieder mal nur aus der semi-professionellen Ecke stammt und die dort so beliebte, weil billige DV-gestützte Optik einiges an Kinoatmosphäre vermissen läßt. Auch jeden Fall ist der Film überraschend gut gespielt und ähnlich wie Frank Henenloters „Basket Case“ vor zig Jahren ein Beweis dafür, dass auch in New York kreative (Independant)Köpfe sitzen. Bildformat: 1,85:1. Mit Jason Scott Campbell, Nicole Roderick, Amin Joseph, Noah Weisberg u. a.

Anmerkung: 2011 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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