Das „Grand View“-Hotel in Kalifornien wird zum Schauplatz schauriger Morde. Hierbei macht sich der Täter die verwinkelte und vielgängige Bauweise des Hotels zunutze. Rick Stewart, ein abgehalfterter Detektiv, versucht, dem irren Schlitzer das Handwerk zu legen. Die attraktive Sängerin Lisa James scheint als das nächste Opfer des Täters auserkoren zu sein. Stewart stellt dem Wahnsinnigen, der sich als der Bühnentechniker entpuppen soll, eine Falle.
„Bis die Gänsehaut erstarrt“ ist ein spannender Film, der technisch total aus der Rolle fällt, weil ca. 75% der Geschichte mittels des hier DUO-Vision genannten Splitting-Screen-Verfahrens (vgl. „Carrie“ oder „Dressed to Kill“) erzählt wird. Das bedeutet, daß man mehrere Handlungsabläufe gleichzeitig wahrnehmen kann, was freilich aber auch zu einer Ermüdung der Wahrnehmungsfähigkeit führt. Dies merkt man ganz besonders, wenn man sich „Bis die Gänsehaut erstarrt“ auf einem kleinen Videobildschirm anschaut. Doch zum Glück ist das deutsche Fassung-Video wenigstens letterboxed (2,1:1). Der gesamte Film ist sehr ordentlich inszeniert und besticht durch ein hohes Maß an technischer Pefektion. Die F/X sind erstaunlich realistisch und blutig, was in einigen Szenen durchaus hart anzusehen ist. Weil Richard L. Bare, der auch das Drehbuch schrieb, seine Geschichte jedoch mit augenzwinkernden Details ausgeschmückt hat, sind ein paar der skurrilsten Momente von „Bis die Gänsehaut erstarrt“, die ihrer Zeit weit voraus waren und die inhaltliche Höhepunkte später gedrehter Zivilisations-Kannibalismus-Streifen à la „Ketten-Sägen-Massaker“ oder „Frightmare“ vorwegnehmen, auch für zartere Gemüter erträglich geworden. Mit David Bailey, Tiffany Bolling, Randolph Roberts, Scott Brady u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin