In einem kleinen Wüstenstädtchen in Nevada experimentiert der Wissenschaftler Gerald Deemer an einem Präparat, mit dem das Wachstum von Tieren beschleunigt werden soll, um so das Problem mangelnder Nahrung auf der Welt in den Griff zu bekommen. Einige der Versuche liefen nicht immer glatt, so daß Deemers Assistenten bereits mit den Nebenwirkungen des Mittels zu kämpfen haben. Als dann aber bei einem Laborbrand eine künstlich vergrößerte Tarantel, die immer noch weiterwächst, entkommen kann, scheint selbst für Sheriff Jack Andrews keine andere Lösung mehr in Sicht zu sein, als der Einsatz des Militärs…
Zwischen Deemers Wachstumsexperimenten und Spielbergs Gentechnologie in „Jurassic Park“ liegen zwar auf den ersten Blick Welten, aber dennoch sind beide Filme enger miteinander verbunden, als man anfangs glauben mag. Eins dürfte sicher sein: Ohne solche Genreklassiker, die atemlos von einer Attraktion zur nächsten hetzen, und die Special-Effects durchaus sinnbringend und verhalten einsetzen, wären solche modernen Blockbuster wie der oben Genannte gar nicht erst entstanden, denn aus den alten Streifen saugen die Meister von heute den Honig. Inhaltlich bewegt sich „Tarantula“ auf der Ebene zwischen Mad-Scientist-Story und die-Schöne-und-das-Biest-Melodramatik, denn die Tarantel darf wie weiland King Kong eine Frau „entführen“. Clint Eastwood, hier nur ein lausig bezahlter Nebendarsteller, ist es vergönnt, quasi im Vorgriff auf seine späteren Mega-Rollen als Verfechter von Recht und Ordnung, die Riesenspinne mit einer Fliegerbombe zu erlegen. Des weiteren mit John Agar, Mara Corday, Leo G. Carroll u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin