Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Reporter Flavien, der für ein Wochenblatt arbeitet, welches für Storys über Alien-Enthüllungen und dergleichen bekannt ist, soll zusammen mit Fotograf Armand eine letzte „wahre“ Geschichte recherchieren: Irgendwo in der Provinz gibt es das Dorf Saint Martyrs, wo ständig die Bewohner auf unheimliche Weise verschwinden. Kaum dort angekommen, haben die beiden einige geisterhafte Erscheinungen um tote Wirtshaustöchter und zombiegleiche Bräute. Als danach Armand verschwindet, gerät Flavien in einen Strudel unerklärlicher Ereignisse...

Schräg und dennoch auf eigentümliche Weise irgendwie spannend und interessant – so stellt man sich immer wieder den typischen Euro-Horror, der sich mit Gewalt vom Hollywood-Mainstream absetzen will, vor. Und Robin Auberts „Stadt der Verdammten“ ist genau so ein Ding, nur eben, daß es eine kanadische Produktion ist. Der um Atmosphäre bemühte Streifen, der inhaltlich so schwer zu fassen ist wie ein zappelnder Fisch, sitzt weitestgehend zwischen den Stühlen verschiedenster Genres, denn als wahrhafte Phantasmagorie, die das Gleichgewicht aus Poesie und Schrecken sucht, dient man immer mehreren Herren. So werden auch eingefleischte Genrefans nicht immer ganz zufrieden mit „Stadt der Verdammten“ sein, denn trotz aller bemühten Geister- und Mad-Scientist-Motive will sich ein zünftiges Spiel mit diesen Zutaten nicht einstellen. Über weite Strecken erinnert Robin Auberts Inszenierung an die Werke von Caro & Jeunet ohne jedoch dabei deren Leichtigkeit beim Fabulieren zu erreichen. Als bizarrer Fantasy-Film, von dem man Bilder und keine Erklärungen erwartet, ist „Stadt der Verdammten“ aber definitiv im oberen Drittel angesiedelt. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Francois Chenier, Isabell Blais, Monique Mercure, Monique Miller u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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