In den Labors des Chemiekonzerns "Sirling" läuft ein Experiment schief und ein aus menschlicher und amphibischer DNA gezüchteter Mutant kann in die örtliche Kanalisation entkommen. Die Kreatur, die ziemlich schnell wächst und auch schon bald geschlechtsreif ist, wird via Rhein in den Bodensee gespült, wo sie sich mordgierig auf Angler und badende Teenager stürzt. Eva Lehmann, einstige Mitarbeiterin bei "Sirling", und Noch-Ehemann Mar, ein Biologe, kämpfen gegen das "Biest im Bodensee" (und natürlich gegen ihre Trennung als Ehepaar).
Überschrift: "Das Biest im Bodensee" oder wie Spielbergs "Jurassic Park"-Saurier in deutsche PCs und anschließend in einen Trashfilm kamen. Nach einem Drehbuch von Mathias Dinter (etwa der "Santa Claws"-Macher?) ist dieser Fernsehfilm hier für einen Privatsender entstanden, dem es schließlich ja egal sein konnte, mit welchen Stoffen man das Movie-of-the-Week-Publikum füttert, oder? Den Aufschrei bayerischer Rentner hätte ich gerne live erlebt! Auf jeden Fall hat mir "Das Biest im Bodensee" mehr Spaß gemacht als so manches, was da in letzter Zeit an neueren Teenager-Horrorfilmen aus den USA gekommen ist, denn selbst als alter Genre-Hase fühlt man sich prächtig unterhalten - so ungeniert und frech gehen Dinter und Richard Huber mit den Versatzstücken aus der Mottenkiste um und lassen dazu ein paar gute Schauspieler gnadenlos chargieren. Also, Leute: Rohr frei für hemmunglos ausgelebten bundesdeutschen TV-Trash in R(h)einkultur, bei dem es durchaus ein Sequel geben könnte. Mit Barbara Rudnik, Stefan Reck, Anna Schmidt, Peter Rähring u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin