Diese hierzulande auf insgesamt acht Videocassetten à ca. fünfundneunzig Minuten erschienenen Zusammenschnitte von jeweils zwei Folgen der „Freddy’s Nightmares“-Fernsehserie stellt nunmehr den traurigen Tiefpunkt der inzwischen totgerittenen Originalidee von Wes Craven dar. Freddy Krüger dient hierbei –einzige Ausnahme ist die erste Folge „Freddy– Wie alles begann…“– nur noch als Moderator (zu vergleichen mit dem Crypt-Keeper aus „Tales from the Crypt“) für einen Haufen voller herkömmlicher Gruselgeschichten, die für einen US-Privatsender produziert wurden. Zwar sind die Effekte für eine Fernsehproduktion ungewöhnlich blutig, doch aufgrund der billigen Machart sind sie nicht mit denen der Kinofilme zu vergleichen. Filmtechnisch können die direkt auf Video gedrehten Folgen auch nicht an die Kinofilme anknüpfen, weil ebenfalls schnelle Schnitte, gute Bauten und phantastische Sets fehlen. Die dem Original zugrundeliegende Verknüpfung von Realität und Traum, welche die Filme erst recht interessant machte, wird hier nur mäßig und uninspiriert eingesetzt. Trotz der vielen bekannten und in dem Genre einigermaßen sicheren Regisseure kann hier keine rechte Spannung aufkommen, was auch an den einfältigen und vorhersehbaren Kurzgeschichten liegen mag. Die einzelnen Cassetten tragen folgende Untertitel (in Klammern sind die dazugehörigen Originaltitel und Regisseure): „Freddy– Wie alles begann“ („No more Mr. Nice Guy“, Tobe Hooper), „Blutige Träume“ („Do Dreams Bleed“, Dwight H. Little / „Out to Lunch“, unbekannt), „Freddy’s Höhenkoller“ („School Daze“, Michael Klein / „Cabin Fever“, Robert Englund), „Freddy’s Killerinstinkt“ („Deadline“, Michael Lange / „Black Tickets“, George Maczender), „Freddy’s Muttertag“ („Sister’s Keeper“, Ken Wiederhorn / „Mother’s Day“, Michael Lange), „Saturday Night Fever“ („Saturday Night Special“, Lisa Gottlieb / „Judy Miller, Come on down“, Tom De Simone), „Schere, Tupfer, Kralle…“ („Freddy’s Tricks and Treats“, Ken Wiederhorn / „It’s a miserable Life“, Tom McLoughlin) und „Rock me, Freddy“ („Killer Instinct“, Mick Garris / „Rebel without a Car“, John Lafia). In den USA gab es zwischen 1988 und 1990 insgesamt fünfundvierzig Folgen. Mit Robert Englund und vielen unwichtigen Teenies.
© Selbstverlag Frank Trebbin