Der zehnjährige George lebt mit seinem Großvater, einem alten Seemann, in einem Haus am Meer. Opa erzählt oft hübsche Gruselgeschichten um versunkene Schiffe, geheime Schätze und fiese Piraten, die George allesamt als Seemannsgarn abstempelt. Doch in der Halloween-Nacht erleben George und sein Opa auf der Geisterinsel vor der Küste ein wirkliches Abenteuer mit den zum Leben erweckten Piraten-Zombies des berüchtigten Käpt’n Kid…
Dieser für das kanadische Fernsehen produzierte Kinderfilm(!) ist doch hierzulande tatsächlich erst ab 16 Jahren freigeben und wird von dem Videoanbieter mit den Ausrufen „Aufregung! Nervenkitzel! Spannung!“ sowie „Ein Film zum Gruseln schön“ beworben. Alles Quatsch. Paul Donovans Streifen ist weder aufregend noch spannend. Die –lediglich in den letzten zwanzig Minuten auftauchenden– Piraten-Geister sind ungefähr so harmlos wie das „Sandmännchen“ und tricktechnisch auf dem Niveau der „Augsburger Puppenkiste“. Lediglich einige krude Einfälle (z.B. das Herumspielen mit einem abgeschlagenen Kopf) passen nicht ganz in den Rahmen. Auch scheint die deutsche Fassung in der Anfangssequenz geschnitten zu sein, weil dort einige Bildsprünge besonders holprig sind. „Fantasy Island–Die Geisterinsel“ ist also ein Film, den man fast nicht einordnen kann. Auf jeden Fall kann man ihn abhaken. Mit Sheila McCarthy, Maury Chaykin, Ian Bannen, Nathaniel Moreau u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin