Donald ist ein älterer Bauarbeiter, dessen Alltag nur aus seiner Arbeit und dem abendlichen Streit mit seiner Frau besteht. Bei diesen Streits geht es fast immer um das „köstliche“ Essen, welches seine Frau in ihrer heißgeliebten Mikrowelle fertig macht. Eines Tages tötet er seine Frau, zerteilt sie und friert die Einzelteile ein. Als er bemerkt, daß Menschenfleisch gut schmeckt, sucht er neue Opfer…
„Microwave Massacre“ ist eine abstruse Horrorkomödie, die sich über den Zivilisations-Kannibalismus lustig macht und dabei mit teilweise sehr kruden Schocks unterhält. Die dabei auftretenden blutig-grotesken Details hätten genausogut in einen ernsten Hardcore-Horror-Beitrag gepaßt. Inhaltliche Parallelen zu dem drei Jahre später entstandenen „Eating Raoul“ sind durchaus zu erkennen. Unnötig bei dieser Low-Budget-Produktion sind jedoch einige zotige Witze sowie die eindeutigen Anspielungen auf die weibliche Sexualität, die den Film in Sleaze-Nähe bringen. Der gesamte Film ist so bizarr und nur für Leute mit besonderem Geschmack bestimmt, daß er nie einen deutschen Verleih gefunden hat. Schade, denn „Microwave Massacre“ ist die korrekte Antwort auf die grassierende Blood-and-Guts-Welle. Mit Jackie Vernon, Loren Schein, Al Troupe, Claire Ginsberg u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin