Österreich um 1910. Die Harcourts, ein junges Ehepaar, müssen wegen Benzinmangels in einem dörflichen Gasthaus übernachten. Zu ihrer Überraschung erhalten sie am Abend eine Einladung auf das Schloß des Dr.Ravna. Dort lernen sie die Familie Ravnas kennen– allesamt sympathische Leute. Am nächsten Tag gibt Dr.Ravna einen Maskenball, zu dem auch Gerald und Marianne Harcourt gebeten werden. Während des Balls wird Gerald betrunken gemacht, und Ravna fällt mit gebleckten Vampirzähnen über Marianne her…
„Der Kuß des Vampirs“ ist ein Paradebeispiel exzellenten Gothic-Horrors und eine gelungene Variation zum altbekannten „Dracula“-Thema. Wie nicht anders zu erwarten war, wird auch dieser Hammer-Film von einer Reihe reizvoller Set-Pieces und Bauten gekrönt, denen das Flair einer homogenen Studioproduktion anhaftet. Schwelgerisch verwendete Dekors und eine farbintensive Fotografie runden den technischen Teil von Don Sharps Vampir-Streifen ab, dessen Arbeit stellenweise der von Terence Fisher in nichts nachsteht. Die Geschichte selbst ist hinreichend spannend, allerdings muß sich der aufmerksame Beobachter auch mit einigen unlogischen Details herumplagen. In letzter Konsequenz fehlt es „Der Kuß des Vampirs“ nur an einem charismatischeren Helden, um zu einem wirklichen Klassiker der frühen 60er Jahre zu werden. Das Vernichten der Vampire ist diesmal übrigens verblüffend einfach: keine Holzpflöcke durchs Herz, sondern nur simple Magie. Die Fernsehausstrahlung des Films ist cropped. Mit Clifford Evans, Noel Willman, Edward De Souza, Jennifer Daniel u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin