Seit vielen, vielen Jahren wandelt ein weiblicher Sukkubus durch das Reich der Sonne: Tomie, ein Teenager, der den Männern erst den Kopf verdreht und sie dann in den Wahnsinn treibt. Ziel des Ganzen ist, daß sich Tomie zuguterletzt regelrecht zerstückeln läßt, nur um wiedergeboren zu werden und seuchengleich weiter durchs Land zu ziehen. Die junge Tsukiko Izumisawa erfährt all dies, nachdem sie wegen ihrer Alpträume in Hypnose versetzt worden ist. Detective Harada, der „einen“ Mord an Tomie untersucht, erfährt davon und ermittelt weiter…
Dies ist der erste Film einer bislang vierteiligen Horrorfilm-Serie, die auf den populären Mangas von Junji Ito beruhen, und ich muß nüchtern feststellen, daß ich so meine Schwierigkeiten mit dem Stoff habe. Im Gegensatz zu den sonst eher auf Geister-Motiven beruhenden japanischen Genrefilmen geht es hier im Stile des frühen Cronenbergschen Körper-Horrors zu und so werden mannigfaltige Body-in-Pieces-Fantasien befriedigt. Doch wer jetzt heftigen Gore erwartet, der wird von „Tomie“ enttäuscht, denn trotz einiger drastischer Schockbilder geht es auffallend unblutig zu. So ist es eher der makabre Humor, der immer wieder überrascht und der das Geschehen bestimmt. Am ehesten bleibt einem bei „Tomie“ aber die bizarre Atmosphäre in Erinnerung, die einem sehr unbehaglich vorkommt und bei der es schwer fällt, sich unterhalten zu fühlen. Als nächster Film folgt „Tomie Replay“. Auf DVD 16:9. Mit Miho Kanno,Mami, Nakamura, Yoriko Douguchi, Kouta Kusano u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin