Franks Bewertung

starstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Sukkubus Tomie ist mal wieder unterwegs: Erst treibt sie den jungen Künstler Hideo in den Tod und danach macht sie sich an dessen Freunde Shunichi und Takumi heran. Diese kennen Tomie bereits, denn die beiden haben sie schon einmal umgebracht und im Wald vergraben. Da Tomie aber nicht von dieser Welt ist, kehrte sie ins Diesseits zurück. Selbst nach einer erneuten Totalzerstückelung kommt Tomie wieder – und zwar in Hitomi, der Freundin Takumis...

Ohne das Wissen um die zugrundeliegende Manga-Serie sind die „Tomie“-Filme inhaltlich schwer zu erschließen, was schließlich schnell dazu führt, diese Art von Japan-Horror-Kost als kaum verdaulich abzustempeln. Und wenn dann noch wie bei diesem dritten Teil des „Tomie“-Universums drastische Details und makabrer Humor einen Großteil der ziellos erzählten Handlung bestimmen, dann findet man die Vorurteile gegen solche Art der Unterhaltung ebenso rasch bestätigt. Doch dabei haben einige Motive aus „Tomie: Re-Birth“ durchaus ihre Wurzeln in westlichen Vorbildern: Die Geschehnisse um Hideo erinnern an „Color Me Blood Red“ und Tomies abgetrennter Kopf, der spinnen-gleich über Straßen huscht, scheint direkt aus John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ zu stammen. Takashi „Ju-On“ Shimizus Inszenierung ist jedoch ziemlich langatmig geraten und Bruchstücke der Geschichte kommen einem mächtig konfus vor. Nun ja, wem’s gefällt. Nächster Film: „Tomie: Forbidden Fruit“. Auf DVD 16:9. Mit Miki Sakai, Kumiko Enduo, Satoshi Tsumabuki, Masaya Kikawada u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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