England um 1925. Der junge Simon Aron gerät in die Hände von Teufelsanbetern, deren Anführer der schwarz-magische Meister Mocata ist. Okkultismus-Experte Duc de Richleau (Christopher Lee ist diesmal der Gute!), ein Freund Simons, will dies nicht hinnehmen und setzt alles daran, den Kreis der Satansjünger zu zerschlagen, zumal auch die attraktive Tanith in der Gewalt Mocatas ist. Es entbrennt ein heißer Kampf zwischen Gut und Böse.
Hammers farbenprächtiger Okkult-Thriller, der erst 1990 seinen Weg nach Deutschland in Form der Erstaustrahlung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gefunden hat, gehört sicherlich zu den vielschichtigsten Werken des bekannten Terence Fisher. Ähnlich wie in seinen späteren Beiträgen zur „Frankenstein“-Reihe beschränkt sich Fisher in „Die Braut des Teufels“ nicht nur auf die einfache Schilderung des Zusammenpralls von Gut und Böse, sondern präsentiert in den Hauptfiguren Richleaus und Mocatas zwei Vertreter ihres „Glaubens“, die jeweils bereits Erfahrungen mit der Gegenseite gemacht haben und deren Abgrenzung zueinander verwischt ist. Höhepunkt der Handlung bildet das ca. zwanzigminütige Duell der beiden Widersacher, welches sich in einer leeren Bibliothek abspielt und in dessen Verlauf die Mächte der Finsternis all ihr Können aufbringen, um die Guten zu besiegen. Hierbei arbeitet Fisher mit Spezialeffekten, die zu ihrer Zeit beachtenswert waren. Leider war der Film bei seiner Erstauswertung in England ein Flop, so daß die geplante Verfilmung weiterer Dennis-Wheatley-Werke mit dem nächsten Film, dem ungleich oberflächlicheren „Bestien lauern vor Caracas“, eingestellt wurde. Mit Christopher Lee, Charles Gray, Nike Arrighi, Leon Greene u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin