Dies ist die wahre Geschichte des Doktor Hawley Harvey Crippen, der als Mörder im England des frühen zwanzigsten Jahrhunderts Karriere machte. Anhand von Gerichtsakten und Zeugenaussagen werden die Taten Crippens, deren Hintergründe sowie seine obsessive Liebe zu Ethel Le Neve nachvollzogen. Das Ganze wurde in eine Spielfilmform gegossen und dargereicht. Robert Lynn arbeitet dabei mit den Stilmitteln des Gerichtsdramas. Nur manchmal erinnert die kontrastreiche Schwarzweiß-Fotografie an bekanntere Horror-Vorbilder der 30er Jahre. Gut herausgearbeitet wird das edwardianische Gesellschaftsleben. Hier ist „Dr. Crippen“ detail- und erzählfreudig. Leider ist dieser True-Crime-Vertreter bisher nicht in Deutschland gelaufen, weil ihm trotz der guten Besetzung eine publikumswirksame Inszenierung mit Spannung und Schrecken fehlt. Mit Donald Pleasence, Carol Browne, Samantha Eggar, Donald Wolfit u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin