Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Joe und Artie, zwei jugendliche Gewalttäter, terrorisieren eine Handvoll Fahrgäste in der nächtlichen U-Bahn New Yorks. Die zumeist bürgerlichen Opfer wehren sich kaum. Doch als die Rowdies das schlafende Kind eines Ehepaares drangsalieren, geht der junge Vietnam-Heimkehrer Felix dazwischen…

Larry Peerces eindringlicher Gewaltstreifen ist der ideologische Vorläufer von solch späteren Klassikern wie z.B. „Mondo Brutale“. Zwar bewegt sich die Handlung von „Incident– …und sie kannten kein Erbarmen“ eher auf der Kriminal-/ActionEbene und wird weit weniger exploitativ aufbereitet, als man vom Kurzinhalt her annehmen könnte, doch werden hier schon früh einige Grundregeln des Rape-and-Revenge-Subgenres angedeutet bzw. festgeschrieben. Die genaue Einführung und skizzenhafte Charakterisierung der Opfer und Täter hat zur Folge, daß der Zuschauer schnell Position beziehen und sich mit einer Figur seiner Wahl identifizieren kann. Obwohl fast nie ins Detail gehend, wird der Terror durch die beiden Rowdies doch als ziemlich intensiv und aufwühlend empfunden. Die eingestreute Sozialkritik in Form der episodenhaften Konfrontation mit einem schwarzen Ehepaar ist unter Berücksichtigung der Entstehungszeit von „Incident– …und sie kannten kein Erbarmen“ verständlich und nachvollziehbar. Mit Tony Musante, Martin Sheen, Beau Bridges, Jack Gilford u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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