Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der Wissenschaftler Henry Benson leidet seit einem Unfall unter gewalttätigen Aggressionen. Er entschließt sich zu einer riskanten Operation: Ein Minicomputer, der die Anfälle kontrollieren soll, wird in seinem Nacken eingepflanzt. Auf dem OP-Tisch geht noch alles glatt, doch als der Computer das erste Mal aktiviert wird, setzt etwas in Henry aus. Er läuft Amok…

Der von Mike Hodges mit klinischer Kälte inszenierte Science-Fiction-Thriller lebt von zwei wesentlichen Dingen: Zum einen von der überlangen, vor Intensität berstenden Operationssequenz und zum anderen von der offenkundig vorgetragenen Kritik gegenüber einer Medizin, die rücksichtslos ihren Weg geht. „Der Killer im Kopf“ basiert auf einer Vorlage von Michael Crichton, der 1977 mit „Coma“ selbst einen Film in dieser Richtung inszenierte. Vom klassischen Mad Scientist unterscheiden sich die Ärzte Henry Bensons nur wenig, außer, daß sie bei den Operationen wie Raumfahrer gekleidet sind. Fehlgeleitet vom eigenen Irrglauben an die Unfehlbarkeit gehen auch sie ihren Weg bis zum bitteren Ende…oder besser: bis zur totalen Vernichtung individuellen Lebens. Lobotomie-Fans werden mit „Der Killer im Kopf“ ihre wahre Freude haben, läuft doch Henry im brutalen Schlußteil, das von einem nihilistischen Ende gekrönt ist, wie ein willenloser Zombie umher. Durch das bravouröse Spiel George Segals bleibt der Film trotz einiger Längen hart am Ball. Die deutsche TV-Ausstrahlung ist cropped. Des weiteren mit Joan Hackett, Richard A.Dysart, Jill Clayburgh u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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