Max und Edward Scarry sind Zwillingsbrüder. Als Max, ein Ethnologe, während einer Expedition nach einem verschollenen Maori-Stamm auf einer Insel spurlos verschwindet, macht sich Edward auf, seinen Bruder zu suchen. Er gerät dabei in einen Strudel aus Maori-Mystik, Magie und Mord, der ihm letztendlich zum Verhängnis wird.
Fernab jeglicher Klischees versteht es der Neuseeländer Laing, auch dem Horror-erprobten Fan des Genres einige unruhige Minuten zu verpassen. Der Film zieht den Zuschauer in einen selten so intensiv spürbaren Bann, der nur durch die exzellente Bildsprache und den gekonnten Einsatz der Musik erklärbar ist. Obwohl handlungsmäßig nur wenig passiert –Hardcore-Buffs werden enttäuscht sein– ist der Film nie langweilig oder zähflüssig. Vielmehr ist es John Laing, der ebenfalls für das Drehbuch verantwortlich ist, gelungen, einen Horror-Plot zu konstruieren, der nur wenige uns bekannte Versatzstücke bemüht. Eher wird, wie bei dem unterschätzten „Die Schlange im Regenbogen“, dem (europäischen) Zuschauer eine Welt voller unbekannter Mythen eröffnet, die viele Fragen unbeantwortet und somit den Betrachter mit seiner Unruhe/Neugier alleine läßt. Fazit: Ein innovatives Filmchen, welches Abwechslung in den Horror-Alltag bringt. Mit John Bach, Darlen Takle, Don Selwyn, Martyn Sanderson u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin