Pfarrer Travis Jordan, dessen Frau vor drei Jahren ermordet wurde, trinkt jetzt lieber als mal in der Bibel zu blättern. Sein Abfallen vom Glauben kommt ihm auch gerade recht, als eine Reihe scheinbarer Wunder in seiner Kleinstadt geschehen. Und als dann noch der junge Brandon auftaucht, der ähnlich wie Jesus Wunder prophezeit und Kranke heilt, da fühlt er diesem „Wunderheiler“ zusammen mit einer Tierärztin auf den Zahn. Schließlich findet Travis heraus, daß Brandon einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat und die Ärztin sein nächstes Menschenopfer werden soll...
Wer sich nicht daran stört, daß „The Visitation“ die Filmproduktion bibeltreuer Geldgeber ist und man – allerdings durch die Blume – ein gerütteltes Maß an Fingerzeig-Moral verpaßt bekommt, der wird sich über einen insgesamt harmlosen, aber dennoch recht interessanten Horrorstreifen freuen können, der zwar irgendwo im Fahrwasser von „Das Omen“ angesiedelt aber immerhin eigenständig zu nennen ist. Hierzulande könnte man das Ganze auch schon fast als einen Blick auf die religiös-verbrämte Verlogenheit der US-Gesellschaft durchgehen lassen, denn immerhin hat der Teufel in „The Visitation“ über weite Strecken leichtes Spiel. Inszenatorisch im besten Sinne als B-Ware zu deklarien, fallen das Happy End nach Maß sowie einige allzu billig dreinschauende CGI-Tricks doch eher negativ auf. Auf DVD 16:9. Mit Martin Donovan, Edward Furlong, Kelly Lynch, Randy Travis u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin