Die Neurologin Andrea di Novi wird – nachdem ihre Mentorin Selbstmord beging –an deren Stelle als Forschungsleiterin an die Uni Linza berufen. Dort soll sie nach Möglichkeiten suchen, Primatengehirne mit dem Computer zu vernetzen. Sie findet heraus, daß ihre Vorgängerin nicht nur mit Schimpansen sondern auch mit Menschen experimentierte und daß die Versuche viel weiter gediehen sind als offiziell bekannt. Doch warum steht Andrea in einer Art telepathischer Verbindung zu einem Jungen, der im Koma liegt?
Euro-Horror ist/war schon immer eine spezielle Sache – und zum Glück ist dieses Thema nicht nur mit dem Namen Jess Franco verbunden. Dieser kleine spanische Thriller ist ein weiterer Beweis dafür, daß man auch ohne bombastischen F/X-Overkill zu ähnlich gestrickter US-Ware konkurrenzfähig sein kann, denn was schließlich zählt, ist die Story, die hinter allem steht. Und die bietet in „Somniac – Tödliche Träume“ über weite Strecken spannend-intelligente Unterhaltung. Leider schlägt die Geschichte zum Ende hin immer mehr Haken und überrascht mit Wendungen, bei denen aber schlußendlich der gewünschte Aha-Effekt ausbleibt, so daß der positive Gesamteindruck etwas geschmälert wird. In Erinnerung bleiben auf jeden Fall die frischen Gesichter der glaubhaft agierenden Darsteller. Auf DVD 16:9. Mit Goya Toledo, Óscar Jaenada, Nancho Vovo, Iván Hermés u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin