Dorian Gray, ein junger Mann, der am liebsten einem lastervollen Leben frönt, verpfändet seine Seele für ewige Jugend und Schönheit. So bleibt er über viele, viele Jahre der jugendliche Charmeur und Frauenheld. Nur sein Gemälde, das ihn zu seiner Blütezeit darstellen soll, altert für ihn. Dieses unheilige Treiben muß im Wahnsinn enden
Im Gegensatz zu der bereits 1945 durch Albert Lewin entstandenen ersten Verfilmung des aus dem Jahre 1891 erschienen Romans von Oscar Wilde beutet diese neuerliche Adaption weniger die durchaus vorhandenen phantastischen/horriblen Aspekte der Geschichte aus, sondern stürzt sich eher auf den erotischen Teil der Handlung. So ist der Film eine lose und zumeist sehr langweilige Aneinanderreihung von Sexszenen, die wir woanders schon deftiger gesehen haben. Die tragischen Momente des Stoffes werden fast völlig unter den Tisch gekehrt, so daß der Film auch von dieser Seite nicht interessieren kann. Im Swinging London der ausklingenden 60er Jahre gedreht, wirken viele Kostüme und Sets heute eher belustigend als unterhaltsam. Fazit: Ein Film, den man schnell vergessen sollte. Mit Helmut Berger, Herbert Lom, Marie Liljedahl, Maria Rohm u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin