Immer bei Vollmond schlägt ein irrer Serienkiller zu, der seine Opfer regelrecht zerfleischt. Als am Tatort Wolfshaare und Spuren von Krallen gefunden werden, ist für den fantasiebegabten Kommissar Becker klar, daß da nur ein Werwolf am Werke sein kann. Ein weiterer Mord führt ihn zu dem Dialogschreiber Thomas Krömer, der, seit er von einem Wolf angefallen wurde, tatsächlich glaubt, sich bei Vollmond in eine reißende Bestie zu verwandeln. Doch ist er deshalb auch der Mörder?
Von Co-Produzenten "Pro7" als Füller fürs allabendliche TV-Programm gedacht, entpuppte sich Peter Fratzschers "Sieben Monde" bei ersten Test-Screenings als so augenfällig, daß man sich entschloß, diesen Fernsehfilm erst einmal – wohl ein Novum für hiesige Verhältnisse – im Kino auszuwerten. Zum Glück, denn wer weiß, ob man bei einer TV-Ausstrahlung auch alle splatterigen Einlagen zu Gesicht bekommen hätte, mit der Fratzscher seine süffisant-witzige Werwolfgeschichte garniert hat. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall geht "Sieben Monde" über ein eindimensionales Blood-and-Guts-Movie hinaus, denn die Handlung ist zudem eine Hommage an die Edgar-Wallace-Reihe der 60er Jahre und ein ironisches Spiel mit Genreversatzstücken. Eine Reihe bekannter Schauspieler rundet das Ganze passend ab. Auf Video letterboxed (1,78:1), auf DVD 16:9. Mit Jan Josef Liefers, Ulrich Mühe, Marie Bäumer, Christoph Walz u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin