Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Auf einer griechischen Insel glauben die Einwohner noch an alte Mythen und Sagen. So also auch an das Frauen verschlingende Ungeheuer, welches in einer Höhle unter dem Meeresspiegel leben soll. Der amerikanische Archäologe Frye entdeckt den Zugang zur Höhle und legt ihn durch eine Sprengung frei. Was dann kommt, weiß man als Horrorfan nur allzu genau: Spiel, Spaß und Spannung mit dem Monster aus der Puppenkiste!

„Blood Tide“ ist ein in erster Linie nicht uninteressanter Versuch, zur Zeit des voll in Blüte stehenden Slasher-Subgenres (man schreibt schließlich das Jahr 1980) eine naiv-charmante Monster-Geschichte zu erzählen. Hierbei werden Motive aus Spielbergs „Der weiße Hai“ mit religiös-verquasten Erklärungen verbunden. Leider hapert es aber ein wenig an der Umsetzung des Ganzen. Wenn man bedenkt, daß Nico Mastorakis „Blood Tide“ produziert hat und Brian Trenchard-Smith als Berater zur Verfügung stand, so ist das Endergebnis doch enttäuschend. Anfangs hat der Film viel zu viele Erzählstränge, um mit ihm zu Rande zu kommen. Später ist es das Monster selbst, das einen mehr lachen als gruseln läßt. Zum Glück sind die Szenen mit dem im Gummianzug steckenden Komparsen nur von kurzer Dauer. Die deutsche Fassung ist mal wieder herbe verstümmelt, wobei aber Gore-Szenen nicht fehlen, da auch das Original recht harmlos ist. Alternativtitel: „Gezeiten des Todes“ und „Die Gezeiten des Blutes“. Mit James Earl Jones, Jose Ferrer, Lila Kedrova, Martin Kove u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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