Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Dr. Theresa McCann ist eine kompetente Ärztin, die ihren Beruf sehr ernst nimmt. Als ein Kollege, Dr. Stein, der behauptet, ein Implantat erfunden zu haben, das Dialysepatienten vor Schmerzen bewahrt, unerlaubte Experimente an einigen Kranken vornimmt, greift Theresa ein und läßt eine junge Frau, die gerade von Dr. Stein operiert wurde, auf ihre Station bringen. Dort stirbt sie unter merkwürdigen Umständen, und Theresa wird vom Dienst suspendiert. Zusammen mit Dr. Hendricks, einem anderen Kollegen, stellt Theresa Nachforschungen über Dr. Stein an. Da wird dieser ermordet aufgefunden…

Was sich wirklich hinter den Vorkommnissen in Theresas Krankenhaus verbirgt (es geht ein wenig in Richtung von „Dr. Giggles“), soll hier nicht verraten werden, denn dazu ist „Exquisite Tenderness– Höllische Qualen“ einfach zu spannend. Carl Schenkel hat es nämlich glänzend verstanden, mit den Ängsten des Publikums vor Ärzten und Krankenhäusern zu spielen. Nun gut, das Ganze ist zwar im Gegensatz zu „Coma“ z. B. sehr viel horrormäßiger geworden, doch immerhin kann sich irgendwie jeder vorstellen, daß es Ärzte gibt, die ihre Patienten zu –wenn auch nicht immer sehr spektakulären– Versuchen mißbrauchen. Doch abgesehen von dem aufwühlenden Inhalt geht es auch auf formaler Ebene recht konkret zur Sache: F/X-Techniker Steve Johnson darf zeigen, wie blutig so ein Krankenhausalltag im Horrorfilm ist, und Carl Schenkel setzt auf schnelle Schnitte, eingängige Musik und aktionsbetonte Bilder. Fazit: „Exquisite Tenderness– Höllische Qualen“ ist die einzige Überraschung des 95er Fantasy-Filmfestes gewesen. Mit Isabel Glasser, James Remar, Malcolm McDowell, Peter Boyle u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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